PC Multiboot Setup
Installation von: MS-DOS 6.22 + Windows 95C (OSR 2.5) + Windows 98 SE als Multiboot auf EINER physikalischen Festplatte.
Hinweis
BIOS-Grenzen beachten! Es gibt harte Grenzen bei 504/528 MB, 2,1 GB, 8,4 GB, 32 GB, 128 GB je nach Hardware- und BIOS-Generation. Vorher recherchieren welche Festplattengrößen nativ auf dem System möglich sind!
Um zwei (oder mehr) voneinander unabhängige Betriebssysteme zu installieren, beschreibe ich hier mal (m)eine Vorgehensweise mit extended Fdisk (eXFdisk 0.93). Hier ein Link zur Homepage: Link.
Das Programm beinhaltet einen Partitions- sowie auch Bootmanager mit der Funktion, andere Partitionen je nach Betriebssystemauswahl voreinander verstecken zu können.
Szenario¶
Ich arbeite hier mit einem Pentium MMX System von 1997. Das BIOS dieser Generation sollte mindestens Platten bis zur 8,4 GB Grenze, eher wahrscheinlich bis zur 32 GB Grenze akzeptieren. Eine 20 GB IDE Festplatte verwende ich hier als Beispiel.
Es soll zunächst MS-DOS 6.22 auf eine FAT16-Partition installiert werden. Eine weitere Partition wird für Windows 95 angelegt. Mit dem Rest des Speicherplatzes wird dann noch eine dritte Partition für Windows 98 angelegt.
Es sind bis zu vier (4) primäre Partitionen möglich.
Beispielkonfiguration für eine 20 GB IDE-Festplatte (Pentium MMX System):
| Primäre Partition | OS | Konfiguration | Dateisystem | Speicherplatz |
|---|---|---|---|---|
| 1 | MS-DOS | 2 und 3 versteckt | FAT16 | 1,5 GB |
| 2 | Windows 95 | 1 und 3 versteckt | FAT32 | 6,0 GB |
| 3 | Windows 98 | 1 und 2 versteckt | FAT32 | 12,0 GB |
Vorbereitung¶
Benötigt werden:
- XFdisk-Bootdiskette - Link - Fertiges Image: XFdisk (Win98BootDisk).img
- Windows 98 Bootdiskette (für CD-ROM-Unterstützung) - hier kann auch die XFdisk Bootdiskette verwendet werden
- MS-DOS Installationsmedien
- Windows 95C (OSR 2.5) CD-ROM
- Windows 98 SE CD-ROM (diese ist auch bootfähig!)
- Wissen, wie man im BIOS die Bootreihenfolge umstellen kann (C, A -> A, C usw.)
Eine XFdisk Bootdiskette kann zum Beispiel über ein bestehendes MS-DOS System erstellt werden, indem man eine leere Diskette mit FORMAT A: /S formatiert und die XFdisk Dateien darauf kopiert. Startdateien und CD-ROM-Treiber müssten separat installiert und konfiguriert werden, darauf gehe ich jetzt nicht weiter ein.
Mit XFdisk die Partitionierung vornehmen¶
...oder mit einem beliebigen anderen Partitionierungs-Programm oder Rechner.
Start von XFdisk über eine (hier Windows 98) Bootdiskette:

Etwaige Warnungen ignorieren.
XFdisk mit völlig leerer 20 GB Festplatte:

MS-DOS Partition¶
Erstellen einer neuen primären Partition von ~ 1,5 GB (ACHTUNG MAXIMAL 2047 MB!):

Folgende Dialogauswahl: Start of Free Space, Initialize Partition Area: YES, Whole Partition Area: NO
Windows 95C Partition¶
Auf den freien Speicherplatz gehen (FREE) und eine neue, weitere primäre Partition (für Windows 95C) erstellen:

Folgende Dialogauswahl: Initialize Partition Area: YES, Whole Partition Area: NO
Windows 98 SE Partition¶
Wieder auf FREE die letzte Partition (für Windows 98 SE) mit dem gesamten restlichen verfügbaren Speicherplatz erstellen:

Folgende Dialogauswahl: Initialize Partition Area: YES, Whole Partition Area: NO
Abschluss¶
Da zunächst MS-DOS installiert wird, bleibt das erst einmal auch so bestehen, um das ACTIVE und HIDDEN kümmern wir uns später.
XFdisk mit F3 beenden, bestätigen mit YES:

Drei Schreibvorgänge erstellen jetzt die Partitionen und Schemata. Diskette entfernen, Neustart bestätigen.
MS-DOS 6.22 installieren¶
Den Rechner mit eingelegter MS-DOS 6.22 Setupdiskette neustarten und die Installation vornehmen:

Jawohl, weitermachen.
Nach dem Formatieren läuft dann die Installation ab:

Nach der Installation sollte MS-DOS dann auch bereits starten:

Windows 95C installieren¶
XFdisk Partition aktivieren, andere verstecken¶
Bevor Windows 95C installiert wird zunächst mal wieder XFdisk booten und die zweite primäre Partition aktiv setzen (Activate), sowie anzeigen (Show Partition). Damit werden die anderen Partitionen versteckt.
Aktive Windows 95C Zielpartition:

Änderungen bestätigen und neustarten.
Windows 95C Setup¶
Mit Windows 95C CD-ROM oder Bootdiskette starten und das Windows 95C Setup ausführen – mein OSR 2.5 ist noch nicht von CD-ROM bootfähig, daher starte ich mit CD-ROM-Treiber über eine Windows-98-Bootdiskette, um Zugriff auf die Installations-CD zu erhalten.
Die mit XFdisk vorbereitete Windows-95-Partition muss noch formatiert werden:
FORMAT C: /U
Dann direkt von CD-ROM das Setup starten? Nein! Nach dem ersten Neustart beim Setup findet Windows 95C kein CD-Laufwerk mehr. Um diesen dämlichen Bug zu umgehen, kopiere ich die Setup-Dateien vorab auf die Festplatte:
MD C:\WIN95
E:
CD WIN95
COPY *.* C:\WIN95
Das Setup starte ich anschließend direkt von der Festplatte aus C:\WIN95.
Nachdem Scandisk durchgelaufen ist, läuft auch das Windows 95C Setup durch (Beispiel):

Auch ein Reboot ist erfolgreich:

Ich denke damit ist das auch erfolgreich erledigt, auf Anpassungen, Treiberinstallation etc. gehe ich nicht weiter ein. Das ist individuell.
Windows 98 SE installieren¶
Der Vorgang ist jetzt im Grunde genauso wie bei der Windows 95C Installation.
XFdisk Partition aktivieren, andere verstecken¶
Bevor Windows 98 SE installiert werden kann zunächst mal wieder XFdisk booten und die dritte primäre Partition aktiv setzen (Activate), sowie anzeigen (Show Partition). Damit werden die anderen Partitionen versteckt.
Hier die fertige Übersicht:

Änderungen bestätigen und neustarten.
Windows 98 SE Setup¶
Es wird mit Bootdisk mit CD-ROM-Unterstützung gestartet.
Die mit XFdisk vorbereitete Windows 98 SE Partition muss noch formatiert werden:
FORMAT C: /U
Auch hier kopiere ich von CD die Setup-Dateien auf die C: Festplatte:
MD C:\WIN98
E:
CD WIN98
COPY *.* C:\WIN98
Das Setup starte ich anschließend direkt von der Festplatte aus C:\WIN98.
Nachdem Scandisk durchgelaufen ist, läuft auch das Windows 98 Setup durch (Beispiel):

Auch ein erster Reboot ist erfolgreich, das Setup wird weiter fortgeführt:

Weitere Reboots laufen normal ab:

Und es hat alles so weit geklappt:

Auch hier: Auf Anpassungen, Treiberinstallation etc. gehe ich nicht weiter ein. Das ist individuell.
Finale XFdisk Bootmanager Konfiguration¶
Jetzt wird der Bootmanager (Bootmenü) installiert und damit das Multiboot Setup abgeschlossen.
Ich starte also nochmal von der XFdisk Bootdiskette und führe XFdisk aus.
Dort wähle ich auf der ersten Partition "Install Bootmanager" aus:

Füge einen neuen Bootmenu Eintrag hinzu:
| Menüauswahl | Namensgebung | Übersicht |
|---|---|---|
![]() |
![]() |
![]() |
Das Ganze entsprechend für die weiteren Partitionen bis zum Endergebnis:

Mit F3 das Programm beenden und Bootmanager schreiben:

Das Bootmenü wird nach einem Neustart von Festplatte angezeigt:

Hier mal ein kleines Video des Ablaufs:
Bootmanager updaten¶
Hinweis
Sollte man irgendwann ein neues/anderes Betriebssystem auf eine der bestehenden Partitionen installieren, so ist auch wieder XFdisk nötig, um eben das neue Betriebssystem ins Bootmenü einzutragen und den Bootmanager zu updaten!
Bei jeder neuen Betriebssysteminstallation durchzuführen:
- XFdisk von Bootdiskette starten
- Bootmenü Eintrag für das neue Betriebssystem erstellen
- Bootmanager updaten
- Fertig
Erfolg¶
Ein kurzer Test zeigt, dass alle Einträge sauber booten und die jeweils anderen Partitionen automatisch versteckt werden. Operation erfolgreich! 😌
Zusammenfassung¶
Mit XFdisk lässt sich hervorragend eine Multiboot Umgebung herstellen. Die einfache Bedienung und Installation des Bootmanagers machen das ganze relativ "fool proof".
Alle Microsoft-Betriebssysteme lassen sich relativ einfach installieren. Ausnahmen bilden hier nur die beiden Windows NT 3.51 und 4.0 Systeme, dafür ist Mehrarbeit erforderlich. Wie das ganze klappen kann kommt ggf. nochmal separat in einem Beitrag.
Zu beachten sind "natürliche" BIOS-Grenzen, welche Festplattengrößen erkannt und verwendet werden können je nach Rechnergeneration.
WICHTIG!
Vor Installation eines neuen Betriebssystems die zu bespielende Partition aktiv schalten und anzeigen lassen, die anderen Partitionen alle verstecken. Falls Dateien auf die Partition kopiert werden müssen, ist diese außerdem noch zu formatieren.
Nach jeder Neuinstallation eines Betriebssystems muss der Bootmanager geupdatet werden und ein Bootmenü Eintrag erstellt werden. Das ist eine Sache von nicht einmal 2 Minuten.
Persönlicher Kommentar¶
NT und ME verwende ich so gut wie nie. Bei Rechnern auf denen Windows 2000 oder XP passt, verwende ich üblicherweise kein reines MS-DOS mehr.
Es gibt jedoch auch manchmal - mehr oder weniger interessante - Übergangslösungen:
So z.B. habe ich schonmal auf einem Athlon 1,2 GHz System Windows 98, Windows 2000, sowie Windows XP installiert.
Windows 98 wegen besserer 3DFX Treiber, sollte ich mit einer Voodoo² spielen wollen, aber auch teilweise schnelleren nvidia/ATi Treibern. Benchmarks zeigen hier Leistungsvorteile bis zu 30% gegenüber neueren Treibern auf Windows 2000/XP. Auch manche älteren Spiele verlangen noch maximal Windows 98.
Windows 2000/XP stehen für deutlich größere Stabilität, sinnvolle USB-Verwendung, zum Beispiel eines Xbox 360 USB Gamepads für Spiele. Need for Speed mit Analogtriggern macht schon Bock! Auch modernere Software und Treiber sind hier manchmal erwünscht und sinnvoll.
Kommt auch immer drauf an: was bringt das Mainboard an Chipsatztreibern mit, sollten die Betriebssysteme keine eigenen mitbringen. Es kann da schonmal zu Problemen kommen, spätestens bei zickigen Festplattencontrollern hört da der Spaß schnell auf.
Weitere Betriebssysteme¶
Kurzcheck weiterer Betriebssysteme (alle auf Partition 3, 12 GB):
| OS | CD bootfähig | Funktioniert OOTB | Funktioniert mit Anpassungen | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| Windows NT 3.51 | ❌ | ❌ | ❓ | Selbst mit UniATA Treiber mit XFdisk Methode in bestehender MS-DOS / Windows 95C Multiboot auf freier Partition 3 (12 GB) Umgebung mir derzeit (noch) nicht möglich. |
| Windows NT 4.0 | ✅ | ❌ | ❓ | Setup von CD gestartet, UniATA Treiber findet kein passendes Gerät, OOTB werden nur 8 GB Gesamtkapazität (einer 20 GB Platte) erkannt, weitere Recherche nötig. |
| Windows ME | ✅ | ⚠️ | ✅ | Partition 3 (12 GB) mit FAT32 formatiert, Dateien von CD auf Festplatte kopiert, Setup von Festplatte gestartet, nach Abschluss der Installation Bootmenü mit XFdisk wiederhergestellt, sehr ähnlich wie PC Multiboot Setup#Windows 98 SE Setup |
| Windows 2000 SP4 | ✅ | ✅ | - | Partition 3 (12 GB) löschen (leer lassen, FREE), Windows 2000 Setup von CD starten, installieren auf den unpartitionierten Bereich von Partition 3, Größe wird korrekt erkannt, Setup läuft 1a durch. Mit XFdisk später den Bootmenüeintrag machen und den Bootmanager updaten, das war's. |
| Windows XP SP3 | ✅ | ✅ | - | Wie Windows 2000 |
| OS/2 2.1 | ❌ | ❌ | ⚠️ | arbeite momentan an einem Fix und teste die Installation und den Betrieb, WIP |
Windows NT 3.51 und 4.0¶
Absolute Grütze... Da brauche ich mehr Zeit und Muße für.
Ich denke hier wird eine komplette Festplatte verlangt, unmodifiziert, dann könnte was klappen. Derzeit für Multiboot (noch) ungeeignet.
Windows ME Setup (OOTB Methode)¶
TL;DR
Funktioniert mit dieser Methode nicht. Komplette Festplatte wird überschrieben.
Funktionierende Methode: PC Multiboot Setup#Windows ME Setup (Setupdateien auf Festplatte)
Bei Interesse hier der Ablauf...
Partition 3 mit FAT32 erstellt (12 GB) und formatiert, Setup von CD gestartet.
Wüsste nicht welche Dateien da sein sollten bei frisch formatierter Festplatte, aber ich lasse sie mal entfernen:

Partition lasse ich auch entfernen und die Festplatte konfigurieren:

Ich hoffe mal nicht die gesamte Festplatte, sondern nur die Partition 😬:

⛔ Die gesamte Festplatte wurde überschrieben ⛔:

Also mit ME komme ich da mit dieser Methode nicht weiter...
Windows ME Setup (Setupdateien auf Festplatte)¶
TL;DR
Diese Methode funktioniert! Es muss später nur noch mal der Bootmanager geupdatet werden und der Eintrag für Windows ME erstellt werden. Das ist aber bei jeder Neuinstallation eines Betriebssystems auf einer Partition nötig (logischerweise).
Hier gehe ich sehr ähnlich vor wie bei der Windows 98 Installation -> PC Multiboot Setup#Windows 98 SE Setup
Im Nachgang stelle ich das Bootmenü wieder her.
Partition 3 mit FAT32 erstellt (12 GB) und formatiert, von Windows 98 Bootdiskette mit CD-ROM Unterstützung gestartet.
Setup-Dateien von der Windows ME CD auf die C: Festplatte kopiert:
MD C:\MESETUP
E:
CD WIN9X
COPY *.* C:\MESETUP
MD C:\MESETUP\OLS\AOL
CD OLS
CD AOL
COPY *.* C:\MESETUP\OLS\AOL
Dann von C:\MESETUP das SETUP.EXE gestartet.
ACHTUNG! BILDERSPAM! :D
Zielverzeichnis (bereits C:\WINDOWS, sehr gut!):

Setup-Optionen (wähle Standard aus):

Startdiskette (machen wir mal...):




Kopiervorgang kann gestartet werden:

Nach dem Neustart geht's weiter:



Eingabe der Benutzerinformationen:

Nach der Eingabe der Seriennummer ist das Setup dann angeblich fertig:

Weitere Hardwarekonfiguration:

Achtung!
Das Bootmenü wurde überschrieben. Das ist normal. Nach der Installation eines neuen Betriebssystems von der XFdisk Bootdiskette starten und das Bootmenü updaten. Siehe auch: PC Multiboot Setup#Bootmanager updaten Ein Eintrag für Windows ME wird auch gemacht:

Windows 2000 Setup¶
TL;DR
Diese Methode funktioniert! Es muss später nur noch mal der Bootmanager geupdatet werden und der Eintrag für Windows 2000 erstellt werden. Das ist aber bei jeder Neuinstallation eines Betriebssystems auf einer Partition nötig (logischerweise).
Ich boote XFdisk, lösche Partition 3 und lasse sie FREE, die Partitionen 1 und 2 sind versteckt, dann boote ich das Setup von der Windows 2000 CD.
Das sieht ja schonmal gut aus, der freie Speicherplatz wird korrekt erkannt:

ACHTUNG! BILDERSPAM! :D
Das war erfolgreich und Dateien werden kopiert:

Konfiguration wird initialisiert:

usw.
Danach das übliche wie bei jeder neuen Betriebssysteminstallation:
- XFdisk von Bootdiskette starten
- Bootmenü Eintrag für das neue Betriebssystem erstellen
- Bootmanager updaten
- Fertig
Angepasstes Bootmenü und aktualisierter Bootmanager:

Windows XP Setup¶
Hier gehe ich wie bei der Installation von Windows 2000 vor:
Ich boote XFdisk, lösche Partition 3 und lasse sie FREE, die Partitionen 1 und 2 sind versteckt, dann boote ich das Setup von der Windows XP CD.
ACHTUNG! BILDERSPAM! :D
Installation ist abgeschlossen:

Danach das übliche wie bei jeder neuen Betriebssysteminstallation:
- XFdisk von Bootdiskette starten
- Bootmenü Eintrag für das neue Betriebssystem erstellen
- Bootmanager updaten
- Fertig
Angepasstes Bootmenü und aktualisierter Bootmanager:

OS/2¶
IBM und Microsoft entwickelten zusammen ein Multitasking Single-User Betriebssystem. Ab OS/2 2.0 entwickelte IBM alleine weiter.
Man kann unter OS/2 DOS und ab Version 2.1 auch Windows 3.x Anwendungen laufen lassen.
Ich habe damit noch nie gearbeitet und betrete damit Neuland.
Nun versuche ich mich mal an OS/2 2.1 von 1993. Diese Version soll Multimedia-Unterstützung und als Win-OS/2-Umgebung den Stand von Windows 3.1 haben.
Der Diskettensatz besteht aus 23 Disketten!
Es gibt auch CD-Installationsträger, jedoch mit der Einschränkung, dass nur SCSI CD-ROM-Laufwerke, erst ab OS/2 Warp 3.0 IDE CD-ROM-Laufwerke unterstützt werden.
Zwischenfazit: OS/2 kommt offenbar nicht so mit den BIOS-Methoden für große Festplatten (>2,1 bzw. 4,3 GB) zurecht, LBA führt zu falschen Angaben und Überlauf im OS/2 Partitionierungstool. Mit NORMAL/CHS klappt die Erkennung in OS/2, kann aber im Multiboot zum Beispiel bei Windows 95C zu (Boot)Problemen führen.
Weitere Überlegungen und Fix
Ich versuche es entweder mit einer bereits formatierten FAT16-Partition oder mit einer maximal 8 GB (< 8,4 GB Grenze) Festplatte erneut.
Nach einiger Recherche stelle ich fest, OS/2 FDISK gerät durcheinander, wenn im BIOS LBA eingestellt wird für die automatisch erkannte Festplatte. OS/2 möchte CHS = NORMAL:

Damit booten MS-DOS und zum Beispiel Windows 2000, aber ein Windows 95C nicht mehr...
Weitere Recherche ergab, dass ich Treiber/Updates von einer Person namens Daniela Engert besorgen solle.
Alternativ probiere ich mal eine Partitionierung mit einem Partition Magic zur OS/2 HPFS Partition, sodass nur noch darauf installiert werden muss, nicht mehr erstellt oder formatiert.
Auszug (von KI):
Der Einsatz von aktuelleren Treibern und alternativen Partitionierungstools ist bei einer 20-GB-Festplatte zwingend notwendig, da das originale OS/2-Setup sonst an der 8,4-GB-LBA-Grenze scheitert oder Daten korrumpiert.
1. Die Partitionierung (XFdisk statt OS/2 FDISK)
Da du bereits eXtended Fdisk (eXFdisk 0.93) nutzt, hast du das perfekte Werkzeug, um die Partitionen auf deiner 20-GB-IDE-Festplatte vorzubereiten. Das Programm kann unkompliziert über eine DOS-Bootdiskette gestartet werden, um die primären Partitionen völlig fehlerfrei anzulegen. Indem du die Laufwerke vor der Installation mit XFdisk vorbereitest, umgehst du den fatalen Berechnungsfehler des originalen OS/2 FDISK komplett. OS/2 muss die Partition beim Setup dann nur noch formatieren, nicht mehr selbst erstellen.
2. Die Treiber-Updates (Dani-Treiber)
Damit der OS/2-Installationskernel die 20-GB-Festplatte deines Pentium 233 MMX (MSI MS-5146) überhaupt physikalisch fehlerfrei ansprechen kann, musst du die veralteten IDE-Treiber auf der OS/2-Bootdiskette (Diskette 1) gegen die populären Community-Treiber von Daniella Engert austauschen:
- DaniS506.ADD: Ersetzt den originalen IBM-Treiber
IBM1S506.ADD. Er rüstet echten LBA-Support nach, unterstützt moderne IDE-Controller und verhindert Datenmüll beim Zugriff oberhalb der 8,4-GB-Grenze. - DaniDASD.DMD: Ersetzt den standardmäßigen Device Manager
OS2DASD.DMDund ist für das saubere Routing der Laufwerksgeometrie zuständig.
3. Ablauf der präparierten Installation
- Erstelle am PC eine Arbeitskopie deiner OS/2 Installationsdiskette 1.
- Lösche den veralteten Treiber
IBM1S506.ADDundOS2DASD.DMDvon dieser Diskette, um Platz zu schaffen. - Kopiere die heruntergeladenen Dateien
DANIS506.ADDundDANIDASD.DMDauf die Diskette. - Öffne die
CONFIG.SYSauf der Diskette mit einem Texteditor. - Ändere die Zeile
BASEDEV=IBM1S506.ADDzwingend inBASEDEV=DANIS506.ADD. - Ändere die Zeile
BASEDEV=OS2DASD.DMDinBASEDEV=DANIDASD.DMD.
Wenn du den Rechner nun mit den Disketten bootest, lädt das OS/2-Setup sofort die modifizierten 32-Bit-Treiber in den Arbeitsspeicher. Die von XFdisk vorbereiteten Partitionen werden mit der korrekten Megabyte-Zahl angezeigt, und du kannst die Installation auf deiner 20-GB-Festplatte gefahrlos durchführen.
Jo, das funktioniert. Habe die Treiber von os2.org heruntergeladen und sie auf der 1. Diskette der OS/2 2.1 Installationsdisketten ersetzt. IBM2*.ADD habe ich dort gelöscht und die CONFIG.SYS entsprechend angepasst (auch dort die IBM2* Einträge entfernt).
Im BIOS habe ich die Festplatte wieder standardmäßig auf LBA erkennen und eintragen lassen.
Screenshot FDISK von OS/2 2.1 mit angepasstem Treiber:

Dann erstmal mit XFdisk partitioniert und mal schauen, ob OS/2 2.1 Setup das jetzt erkennt...:

Erfolglose Installation¶
Partition 2 (ehemals Windows 95C, 6 GB) habe ich aktiv geschaltet, angezeigt und für HPFS (soll OS/2 kompatibel sein) eingerichtet. Formatieren werde ich sie nicht können, da mir bei der Bootdiskette nur formatieren für FAT möglich ist.

OS/2 2.1 zeigt mir irgendwelche Grütze an bei den Festplatten, daher denke ich mal hier greift das 8,4 GB Limit wieder:

Bilder erfolgloser Installationsversuche...
Ich lege die Install Diskette ein:

Aber auch mit 2.11 das gleiche Problem wie unter 2.1:

Nun denn OS/2 Warp 3.0 (CD) mit Boot von mitgelieferten Disketten:

OS/2 Warp 3.0 Installation bootet:

Ich wähle benutzerdefinierte Installation:

Partitionsgemecker (mal wieder):

Erfolglose Installation #2¶
Mit angepassten Treibern der 1. Bootdiskette für OS/2 2.1 habe ich korrekte Partitionsinformationen in OS/2 FDISK erreichen können. Details dazu folgen.
Nach wie vor Installation auf Partition 2 (ehemals Windows 95C, 6 GB).
Hier der Installationsablauf
Start mit Installationsdiskette:

Diskette 1 mit meinem Fix einlegen dann bootet er:



Hier gehe ich mal auf "Anderes Laufwerk", nur um zu schauen:

Gut, dass ich nochmal nachsehe:

Da muss ich nochmal mit XFdisk nachbessern (und danach über BIOS von A: booten, nicht über das Bootmenü! Da sonst wieder Paritionen falsch versteckt werden!!):

Activate, Show, so muss es aussehen.
Setze es als Installationspartition:
83d7b8c7d9.png](../../_resources/634647cced87533d0d635283d7b8c7d9.png)
Dateien von Diskette 3 werden übertragen:

Abbruch beim Lesen von Diskette 1 (ich weiss auch warum, habe meine gefixte Diskette eingelegt):

Tja, hier fehlen ja jetzt die Dateien, die ich löschen musste, damit ich Platz für den neuen Treiber habe. Oh Mann...
Vielleicht sollte ich das nächste mal dann das Original einlegen.
Hab dann mal mit dem Original weitergemacht:

Diskette entfernt und er wollte neustarten, ging aber wieder ins Bootmenü, daher XFdisk Bootdiskette geladen und wieder die Partition aktiv gesetzt und einen Bootmenü eintrag gemacht.
Aber der Neustart bzw. das Booten vom installierten OS/2 verlief erfolglos. MIST! Naja ich höre jetzt erstmal auf hier...

Hängt.
😌






























































































